06 Dez 2016
08 Nov 2016

1. Dorf-Güller Vereinsbörse

PREMIERE Klaus Haas freute sich über 16 Dorf-Güller Vereine und Gruppen, die sich pfiffig präsentierten

DORF-GÜLL – (ag). „Mitmachen!“ war das Motto der ersten Dorf-Güller Vereinsbörse. So präsentierten 16 Vereine und Gruppen in der Klosterwaldhalle mit Informationen, Fotos und Exponaten ihre Arbeit. Organisiert wurde die Messe für Vereine von der Vereinsgemeinschaft, die im Jahr 1999 zur 1200-Jahr-Feier gegründet wurde. Diese kümmert sich um die Belange der Vereine und tritt jedes Jahr als Ausrichter des Dorf-Güller Faschingsballs in Aktion.

Klaus Haas, Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft, zeigte sich zuversichtlich, dass sich ein langfristiger Werbeeffekt für das Dorf-Güller Vereinsleben einstellen werde. Mit Trampolin, einem Kasten und einer Weichbodenmatte hatte der Sportverein eine Spielwiese für die jüngsten Besucher aufgebaut. Auf Fotos waren die Ausschnitte aus dem Vereinsalltag zu sehen. Dicht umlagert war auch der Monitor der Theatergruppe „Die Frösche“. Bühnenszenen aus zehn Jahren Theaterspiel in der Klosterwaldhalle begeisterten die Standbesucher. Bei einem Gewinnspiel waren DVDs mit den gesammelten Werken des deutschen Humoristen Loriot zu gewinnen.

Die katholische Gemeinde „Sankt Martin“ zeigte sich als Kreuzfahrer. 25 Jahre nach der Kirchenweihe in Watzenborn-Steinberg war man mit der Arche unterwegs. Der Gesangverein „Heiterkeit“ unter Chorleiter Martin Gärtner setzte auf eine Mischung aus Fotos und einem gemeinsamen Liedvortag. Die Sänger schafften es nicht nur, die anwesenden Vereine in ein achtstimmiges Quodlibet einzubinden, sondern auch ein gemeinsames Chorstück, in dem die Dorf-Güller die Hauptrolle spielten, einzustudieren. Viel Spaß beim gemeinsamen Singen und herzlicher Applaus für Gärtner waren die Folge. „Deswegen werde ich Mitglied im VdK“, hatte der Ortsverband Holzheim/ Dorf-Güll seinen Stand betitelt. Das Motto des Sozialverbands lautet „Wir lassen keinen allein!“ Auf das Lutherjahr stimmte die evangelische Kirchengemeinde ein. Kulinarisch ging es beim Obst- und Gartenbauverein zu. Besonderes Augenmerk legten die Fachleute auf die erste Ernte des im Jahr 2015 gepflanzten „Freiherr von Haller“, einer äußerst schmackhaften und haltbaren Tafelapfelsorte. Der Kleintierzuchtverein setzte auf lebende Tiere. Wellensittiche, Hühner und Tauben wurden von den traditionsbewussten und erfolgreichen Züchtern präsentiert.

Der Verein „Schule für alle im Landkreis Gießen“ präsentierte seine Ziele mit Flyern. Migrationsschicksale, gerechte Noten, Zeitmangel im Unterricht und Nachhilfe waren hier Themen. Eher unbekannt ist in Dorf-Güll der Verein „Stolpersteine in Pohlheim“. Schicksale von jüdischen Mitbürgern in Garbenteich, Grüningen, Holzheim und Watzenborn-Steinberg wurden thematisiert. „Schenk mir einen Stern“, darum bat die Pohlheimer Rumänienhilfe. Hier werden derzeit Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder in Siebenbürgen gepackt.

Ein Video der 1200-Jahr-Feier zeigte der Heimatkundliche Arbeitskreis, nebenbei gab es Informationen zu Brauereien in Dorf-Güll, der Brunnenrenovierung in der Borngasse, den Gewässern im Dorf und dem alten Rathaus. „Stadt – Land – Frau mit frischem Wind!“ lautete das Motto des Dorf-Güller Landfrauenvereins. Der Verein warb mit seinem Vortragsprogramm und zeigte selbstgemachte Seifen, Bilder und Handarbeiten. Die evangelische Gemeinschaft Holzheim/ Dorf-Güll setzt auf Jugendarbeit. Der Jugendtreff „Holz-Güll“ findet jeden Dienstag um 19.45 Uhr im Gemeinschaftshaus in Holzheim statt.

Die Flüchtlingshilfe betreut Mitbürger aus Eritrea, dem Jemen und Somalia. Arbeitsschwerpunkt sind die Versorgung mit Fahrrädern, Fahrdienste, Kinderbetreuung, Sprachunterricht, die Einrichtung einer Küche in der Gemeinschaftsunterkunft, Hilfe bei Behördengängen und Hilfe beim Zugang zum Arbeitsmarkt. Einer der Kernwünsche lautet: „Wir brauchen Wohnungen in Dorf-Güll!“

Die Feuerwehr präsentierte sich mit ihrer Arbeit in der Minifeuerwehr für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, der Jugendfeuerwehr bis 17 Jahren und der aktiven Wehr, welcher man bis zum Alter von 65 Jahren angehören kann. Geräte und Ausrüstungsgegenstände zum Anfassen wurden gezeigt.

Für das leibliche Wohl sorgte Marion Yilmazer, Chefin der örtlichen Backstube.

 Foto: Gather / Gut besucht war die erste Vereinsbörse in Dorf-Güll

Quelle: Gießener Anzeiger vom 08.11.2016

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